Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Astronomie

Beobachtungshinweise August 2009

Die Sternkarte gilt für den 15. August, 22.00 Uhr MEZ (23.00 MESZ) Der Sternenhimmel im August über Menden
Im August zieht sich das Band der Milchstraße vom Nordosten direkt durch den Zenit und zeigt seine prächtigsten Teile im Südwesten. Hier befinden sich die Sternbilder „Schwan“, „Adler“ und Teile des „Schützen“. Deneb, der Hauptstern des Schwan, befindet sich direkt über unseren Köpfen im Zenit.

Westlich vom „Schwan“ leuchtet leicht bläulich die Wega in der „Leier“, und im Anschluß folgt „Herkules“ und die „Krone“. Tief am Nordhimmel steht der „Große Wagen“ und zeigt mit seiner Deichsel auf Arktur im „Bootes“. Im Osten ist das Sternenquadrat des „Pegasus“ aufgegangen. Er ist ein erster Bote kommender Herbsttage. An „Pegasus“ schließt sich das längliche Sternbild der „Andromeda“ an.
Der August ist der Sternschnuppenmonat schlechthin. In seinen lauen Sommernächten sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Wenn man die sichtbaren Spuren der Sternschnuppen auf eine Sternkarte überträgt und sie rückwärts verlängert, fällt sehr schnell auf, dass die überwiegende Anzahl der Sternschnuppen einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben. Dieser Ausgangspunkt liegt im Sternbild „Perseus“, und deshalb wird dieser Meteoritenstrom auch als Perseiden bezeichnet.

Als Ursprung der Perseiden gilt der Komet 1862 III (Swift Tuttle). Die mittlere Geschwindigkeit der Perseiden durch die Erdatmosphäre beträgt ca. 60 km/s. In einer Höhe von ca. 130 km über der Erdoberfläche leuchten sie auf und verlöschen in ca. 90 km Höhe. Die Weglänge durch die Erdatmosphäre beträgt ca. 80 km. Die Voraussage für das diesjährige Maximum liegt in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Gegen Mitternacht kann der Beobachter bis zu 25 Meteore pro Stunde sichten. Dem Volksmund nach darf man sich etwas wünschen, wenn man eine Sternschnuppe gesehen hat, und dieser Wunsch soll auch in Erfüllung gehen, vorausgesetzt man behält ihn für sich.

Die scheinbare Bahn der Sonne
Bis zum 11. wandert die Sonne durch den Krebs, um danach in das Sternbild „Löwen“ hinüber zu wechseln. Am 22. August wechselt die Sonne in das Tierkreiszeichen „Jungfrau“.

Der Lauf der Sonne
1. August
5:50 Uhr auf, 13:25 Uhr höchster Stand, 21:00 Uhr unter und 22:30 Uhr Ende der Dämmerung

10. August
5:55 Uhr auf, 13:25 Uhr höchster Stand, 20:45 Uhr unter und 22:10 Uhr Ende der Dämmerung

20. August
6:15 Uhr auf, 13:25 Uhr höchster Stand, 20:30 Uhr unter und 21:45 Uhr Ende der Dämmerung

31. August
6:35 Uhr auf, 13:20 Uhr höchster Stand, 20:05 Uhr unter und 21:20 Uhr Ende der Dämmerung

Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 15 Std. und 10 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats auf 13 Std. und 30 Min ab. Im August sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 57,9° auf ca. 48,5° am 31.08.

Der Lauf des Mondes
Zu Monatsbeginn durchwandert der zunehmende Mond die Sternbilder „Schlangenträger“ und „Schütze“ und erscheint zu drei Vierteln voll. Seine tiefe Stellung ist auf die südliche Lage der Ekliptik in diesen Sternbildern zurückzuführen. Am 6. August ist Vollmond, dabei streift der Erdtrabant den Erdschatten, es findet eine partielle Halbschattenfinsternis statt. Dabei tritt der Mond maximal zu 40 Prozent in den Halbschatten ein, die größte Verfinsterung ist um 3:40 Uhr erreicht. Aufmerksamen Beobachtern dürfte auffallen, dass der südliche Bereich der Vollmondscheibe etwas dunkler als gewöhnlich wirkt. In der Nacht vom 12. auf den 13. August sehen wir den Erdtrabanten knapp unterhalb der Sterne Alpha und Beta im Sternbild „Widder“, er ist jetzt ein abnehmender Halbmond. Gegen 4 Uhr am 16. August steht der Erdtrabant im Sternbild „Stier“ zwischen Mars und dem Stern Beta Tauri. Am 20. August ist Neumond. Letztmals lässt sich der abnehmende Mond in der Morgendämmerung des 18. Aug. sichten. Wegen der flachen Lage der Ekliptik müssen wir uns bis zum 24. Aug. gedulden, bis wir den Mond am Abendhimmel sichten können, am 27. ist der zunehmende Halbmond erreicht.

Die Mondphasen
6. August: Vollmond
13. August: Letztes Viertel
20. August: Neumond
27. August: Erstes Viertel

Die ersten fünf großen Planeten
Merkur bleibt im August unbeobachtbar.

Venus ist der Planet am Morgenhimmel. Sie wandert durch das Sternbild „Zwillinge“ an Pollux in den „Zwillingen“ zieht Venus am 22. Aug. südlich vorbei. Am 25. wechselt sie in das Sternbild „Krebs“. Die Venusaufgänge verspäten sich im Laufe des August um rund eine dreiviertel Stunde. Geht Venus am 1. Aug.noch um 2:45 Uhr auf, so erfolgt der Aufgang des hellen Morgensterns am 31. Aug.erst um 3:35 Uhr. Am 5. zeigt sich Venus im Teleskop zu 75 Prozent beleuchtet. An diesem Tag trennen uns 174 Millionen Kilometer von unserem inneren Nachbarplaneten.
Die dünne Sichel des abnehmenden Mondes ist am Morgenhimmel des 18. Aug. nahe Venus zu sehen.

Mars ist ebenfalls Planet am Morgenhimmel. Seine Aufgänge verlagert der helle Mars von 1:30 Uhr zu Monatsbeginn auf 0:45 Uhr am Monatsende. Am 16. Aug. passiert die Sichel des abnehmenden Mondes den roten Planeten.

Jupiter kommt am 14. Aug. im „Steinbock“ in Opposition zur Sonne. Damit hat der Riesenplanet seine günstigste Beobachtungsposition erreicht. Er ist die gesamte Nacht über sichtbar, erreicht seine geringste Entfernung von der Erde und leuchtet deshalb mit maximaler Helligkeit und zeigt den größten scheinbaren Durchmesser. Am Tag der Opposition geht der helle Jupiter um 20:40 Uhr auf, durchschreitet in dieser Nacht um 1:25 Uhr den Meridian und geht um 6:15 Uhr morgens wieder unter. Jupiter dominiert mit seinem Glanz unangefochten den Nachthimmel, bis ihn nach ihrem Aufgang am Morgenhimmel die Venus übertrumpft.

Seine geringste Distanz von der Erde erreicht Jupiter am 15. August um 6:00 Uhr morgens mit 602,6 Millionen Kilometer. Damit ist er 4-mal weiter von uns entfernt als die Sonne. Das Licht benötigt 33 Minuten, um vom Riesenplaneten zur Erde zu gelangen. Von der Sonne ist Jupiter 754 Millionen Kilometer entfernt.

Im Fernrohr zeigt Jupiter ein ovales Planetenscheibchen. Durch seine schnelle Rotation ist der Riesenplanet erheblich abgeplattet. Schon in kleinen Amateurfernrohren sind der Großer roter Fleck, ein Wirbelsturm und Wolkenstreifen auf Jupiter zu erkennen. In einem Fernglas sieht man bereits die vier hellen Jupitermonde.

Saturn im „Löwen“ hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar. Mitte nächsten Monats wird er von der Sonne eingeholt und steht in Konjunktion mit ihr. Spezialisten mögen den Ringplaneten mit Ferngläsern noch zu Monatsbeginn tief am Westhimmel aufstöbern. Der Untergang des Saturn erfolgt am 1. Aug. um 22:35 Uhr und am 10. Aug. schon um 22:00 Uhr.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 12. November 2009 14:23

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Neumond

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29 Tage

Distanz:
400,629 Km

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05:17:35 CET

Datum:
11-18-2017

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