Koordinaten Sternwarte

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Beobachtungshinweise Oktober 2017

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greier.

 

Der Sternenhimmel im Oktober
Im Oktober sind die Nächte wieder länger als die Tage und somit bietet er bereits ideale Voraussetzungen für ausgiebige Beobachtungen am Sternenhimmel. Eine Vielzahl faszinierender Himmelsobjekte ist nun wieder in den früheren Abendstunden sichtbar. Die erste Nachthälfte ist immer noch von den markanten Sommersternbildern geprägt. Hier sei besonders das auffällige Sommerdreieck erwähnt, das von den drei Hauptsternen Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“ gebildet wird. Durch die Sternbilder „Schwan“ und „Adler“ zieht sich von Nord nach Süd das schimmernde Band der Milchstraße. Wer einmal  dieses funkelnde Sternenband in dunkler Umgebung gesehen hat, der wird sich kaum dieser von der Milchstraße ausgehenden Faszination entziehen können. Nah am Horizont sind der „Schütze“ und der „Steinbock“ zu finden. Die Spitze des Sommerdreiecks weist den Weg zu beiden Sternbildern, denn sie bildet quasi die Trennlinie zwischen „Steinbock“ und „Schütze“.  Der „Steinbock“ liegt östlich dieser gedachten Linie. Mitte des Monats zur Standardbeobachtungszeit steht das Pegasusquadrat direkt im Süden und damit in bester Beobachtungsposition. An „Pegasus“ schließt sich in östlicher Richtung die Sternenkette der „Andromeda“ an. Hier befindet sich auch unsere nächste Nachbargalaxie, die ein Spiegelbild der unserigen sein könnte. Der Andromedanebel M31, so ist seine astronomische Bezeichnung, kann bereits mit bloßen Augen ausgemacht werden, aber mit einem Fernglas ist es überhaupt kein Problem, wenn man dann weiß, wo er liegt. Gehen wir vom oberen linken Stern des Pegasusquadrates aus und wandern an der Sternenkette nach Osten zwei Sterne weiter und heben dann unseren Blick an, so erkennen wir eine kleine Sternenkette, die nach oben zeigt. Dieser Kette folgen wir wiederum zwei Sterne nach oben und lassen dann unser Auge nach rechts schweifen, dann sollte nun das Nebelfleckchen der Andromedagalaxie zu sehen sein. Dieses Nebelfleckchen ist ca. 2,3 Mill. Lichtjahre oder 22x1018 km von uns entfernt. Unterhalb der Andromedakette finden wir das Sternbild „Dreieck“ und das Tierkreissternbild „Widder“. Beide Sternbilder sind recht unscheinbar und man muss schon sehr genau hinschauen, aber dann sollte die Identifizierung wohl gelingen. Weiter im Osten sind der „Perseus“, „Stier“ und der „Fuhrmann“ aufgegangen, sie erreichen ihre beste Beobachtungsposition erst nach Mitternacht.

Die Bahn der Sonne
1. Oktober 7:20 Uhr auf, 13:10 Uhr höchster Stand, 19:00 Uhr unter und 20:10 Uhr Ende der Dämmerung; 10. Oktober 7:35 Uhr auf, 13:05 Uhr höchster Stand, 18:40 Uhr unter und 19:50 Uhr Ende der Dämmerung; 20. Oktober 7:50 Uhr auf, 13:05 Uhr höchster Stand, 18:20 Uhr unter und 19:30 Uhr Ende der Dämmerung, 31. Oktober 7:05 Uhr auf, 12:05 Uhr höchster Stand, 17:00 Uhr unter und 18:10 Uhr Ende der Dämmerung.
Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 11 Std. und 40 Minuten, sie nimmt bis zum Ende des Monats um ca. 1 Stunde und 45 Minuten ab,  auf 9 Std. und 55 Minuten. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 36,6? auf 25,8?.
Am Sonntag, den 29. Oktober endet die Sommerzeit, dann werden die Uhren wieder um eine Stunde zurück gestellt.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.10.2017 07:20 Uhr 13:10 Uhr 18:58 Uhr 20:10 Uhr
10.10.2017 07:35 Uhr 13:07 Uhr 18:39 Uhr 19:50 Uhr
20.10.2017 07:50 Uhr 13:04 Uhr 18:19 Uhr 19:30 Uhr
31.10.2017 07:08 Uhr 12:03 Uhr 17:58 Uhr 19:10 Uhr








Die Sonnenscheindauer verkürzt sich im Oktober von 11 Std. 40 Min. auf 9 Std. 55 Min.

Der Lauf des Mondes
Zu Monatsbeginn sehen wir den fast vollen Mond in den sternarmen Regionen der Sternbilder „Wassermann“ und „Fische“. Schon am 5. Okt. ist Vollmond und einen Tag später tritt der Erdtrabant ins Sternbild „Steinbock“ ein. Am 9. Okt. zwischen 21 Uhr und Mitternacht streift der Mond die südlichen Ausläufer des offenen Sternhaufens der Hyaden und Aldebaran im Sternbild „Stier“.  Drei Tage später zeigt sich der abnehmende Halbmond in der Mitte zwischen den Sternbildern „Orion“ und „Zwillinge“ am Südhorizont. Am 16. Okt. gibt sich der Mond ein interessantes Stelldichein mit den beiden Planeten Mars und Venus im Sternbild „Jungfrau“ am Osthorizont kurz vor Sonnenaufgang. Eine Nacht später kann es Beobachtern mit dem Feldstecher in den frühen Morgenstunden gelingen, die schmale Sichel des abnehmenden Mondes 25 Stunden vor Neumond am 19. Okt. aufzuspüren. Bis zum 22. Okt. müssen wir uns gedulden, bis wir die Sichel des zunehmenden Mondes ganz tief am Südwesthorizont über Dortmund sichten können. Am 24. Okt. finden wir den zunehmenden Mond oberhalb des Ringplaneten Saturn.


Mondphasen  
05.10.2017 Vollmond um ca. 20:40 Uhr
12.10.2017 Letztes Viertel um ca. 14:25 Uhr
19.10.2017 Neumond um ca. 21:10 Uhr
28.10.2017 Erstes Viertel um ca. 00:20 Uhr

 

Die Planeten
Merkur  eilt der Sonne nach und holt sie bereits in der ersten Oktoberwoche ein. Am 8. Okt. steht er in oberer Konjunktion mit der Sonne. Der flinke Planet hält sich am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar. Am 29. Okt. geht Merkur durch das Aphel seiner Bahn, wobei er sich mit 39 Kilometern pro Sekunde, das sind 140 400 Kilometer pro Stunde, am langsamsten bewegt.
(Aphel: Derjenige Punkt der elliptischen Bahn, welche ein Planet um die Sonne beschreibt, der der Sonne am fernsten ist.)

Venus  ist noch am Morgenhimmel vertreten, ihre Glanzzeit ist aber vorbei und die Sichtbarkeitsdauer verkürzt sich drastisch. Die Venusaufgänge verspäten sich um eineinhalb Stunden. Geht die -3.9 mag helle Venus am 1. Okt. noch um ca. 5:00 Uhr auf, so erfolgt ihr Aufgang am 31. erst um ca. 6:30 Uhr. Venus strebt immer weiter nach Süden. Am 14. Okt. passiert sie den Herbstpunkt. Drei Tage später überschreitet sie den Himmelsäquator in südlicher Richtung. Am 9. Okt. verlässt sie das Sternbild „Löwe“ und wechselt in das Sternbild „Jungfrau“. Am 5. Okt. wandert Venus nördlich an Mars vorbei. Am 18. Okt. gesellt sich die sehr schmale Sichel des abnehmenden Mondes zu Venus und Mars. Im Teleskop erscheint das Venusscheibchen fast voll beleuchtet.

Mars kann am Morgenhimmel aufgefunden werden.  Am 12. Okt. verlässt er den „Löwen“ und tritt in das Sternbild „Jungfrau“, wobei er immer südlichere Zonen des Tierkreises aufsucht. Am 22. Okt. wandert der rote Planet nördlich am Herbstpunkt (Tagundnachtgleiche) vorbei. Am 27. Okt. überschreitet er den Himmelsäquator in südlicher Richtung. Zu einer nahen Begegnung mit Venus kommt es am 5. Oktober. Die Marsaufgänge verfrühen sich nur unwesentlich. Am 1. Okt. geht Mars um ca. 5:15 Uhr auf und am 31. Okt. um 5:05 Uhr. Mit 1.8 mag scheinbarer Helligkeit ist Mars gegenwärtig ein eher unauffälliger Planet. Am 7. Okt. passiert Mars das Aphel seiner Bahn, wobei ihn ca. 249 Millionen Kilometer von der Sonne trennen.

Jupiter hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar. Am 26. Okt. steht der Riesenplanet im Sternbild „Jungfrau“ in Konjunktion mit der Sonne. Zur Konjunktion erreicht der Riesenplanet seine größte Entfernung von der Erde in diesem Jahr. Ihn trennen dann 963 Millionen Kilometer von uns. Dies entspricht einer Lichtlaufzeit von 54 Minuten.

Saturn verkürzt im Oktober drastisch seine Abendsichtbarkeitsdauer. Geht der ringgeschmückte Planet am 1. Okt. noch um ca. 22:10 Uhr unter, so sinkt er am 15. Okt. um 21:20Uhr und am 31. Okt. schon um ca. 20:20 Uhr unter den Südwesthorizont. Nur dank der jetzt immer früher einsetzenden Dunkelheit kann man ihn noch knapp zwei Stunden tief im Südwesten erspähen. Der
0.5 mag helle Saturn wandert rechtsläufige Wanderung durch das Sternbild „Schlangenträger“. Am 16. Okt.  ist der Saturnring mit fast 27° Neigung am stärksten in Richtung Erde geöffnet. Zurzeit sieht man auf die Nordseite des Rings.

 

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
abnehmend

Ausleuchtung:
21%

Alter:
25 Tage

Distanz:
392,219 Km

Zeit:
10:13:15 CET

Datum:
12-13-2017

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