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Planetenweg Menden - Der Uranus

 

Ihr habt mittlerweile die Region der Gasriesen verlassen und seid endlich bei den weit entfernten Eisriesen angekommen. Uranus ist der siebte Planet von der Sonne aus gesehen. Sein Abstand zur ihr beträgt 2,9 Milliarden Kilometer.

Er wurde erst 1781 von Wilhelm Herschel entdeckt. Früher glaubte man, er sei ein Stern. Aber ihr wisst ja schon, dass ein Stern immer aus sich heraus leuchtet. Uranus wird aber von der Sonne angestrahlt und reflektiert das Sonnenlicht zu uns auf die Erde. Daher ist auch er ein Planet. Er ist der drittgrößte Planet in unserem Sonnensystem. Bisher sind 27 Uranus-Monde bekannt.

Uranus wurde 1986 von der Raumsonde Voyager 2 besucht. Seitdem wissen wir recht genau, wie er aussieht und woraus er besteht. Uranus ist so riesig, dass die Erde 67 Mal in ihn hinein passen würde.

Uranus besteht aus verschiedenen Eis-Sorten. Dieses Eis ist leider kein Erdbeer-Eis, sondern gefrorenes Wasser mit verschiedenen Gasen, wie z.B. gefrorener Wasserstoff und ein wenig Helium. Er hat keinen festen Kern wie Jupiter und Saturn, sondern das Eis ist ziemlich gleichmäßig in ihm verteilt.

Im Inneren des Kerns herrschen Temperaturen von 5.000°C (bei solchen Temperaturen schmelzen Metalle und Steine oder werden sogar zu Dampf), aber an seiner Wolkenobergrenze kühlt sich Uranus auf  –230°C ab.

Auch seine Atmosphäre besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium. Außerdem gibt es auch noch ein wenig Methan, wodurch er bläulich aussieht, wenn man ihn durch ein Fernrohr betrachtet.

Ganz selten kann man ihn auch mit  bloßen Augen sehen, aber weil er so weit von uns entfernt ist, ist er ein so winziger Lichtpunkt am Himmel, dass man schon sehr genau wissen muss, wo man hinschauen soll.

Für die Umrundung der Sonne braucht Uranus ein ganzes Menschenleben. Ein Uranus-Jahr dauert 84 lange Erdenjahre. Für eine Drehung (Rotation) um die eigene Achse benötigt er dagegen nur 17 Stunden. Dabei dreht er sich 10 Mal schneller, als ein Flugzeug fliegt.

Als einziger Planet in unserem Sonnensystem hat seine Rotationsachse aber eine Besonderheit. Sie steht nicht mehr oder weniger senkrecht zu seiner Umlaufbahn, wie bei einem Kreisel, sondern sie ist fast im rechten Winkel gekippt. Man vermutet, dass Uranus kurz nach seiner Entstehung vor 4,6 Milliarden Jahren mit einem planetenähnlichen Brocken zusammengestoßen ist, der mindestens so groß war wie unsere Erde und der seine Drehachse verschoben hat. Seitdem „rollt“ Uranus auf seiner Umlaufbahn um die Sonne wie ein Kreisel, der umgefallen ist.

Uranus besitzt 5 Monde. Ähnlich wie bei den Gasplaneten haben sich Ringe um Uranus herum gebildet. Allerdings sind sie so dünn, dass man sie hier im Modell nicht darstellen kann. Sie bestehen aus kleinen Stein- und Eisbrocken, die nicht viel größer als ein Meter sind.

Alle Planeten haben Namen, die aus der griechischen oder römischen Sagenwelt (Mythologie) kommen. Das Wort „Uranus“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Himmel“. Merkur war der römische Götterbote, und zu unserer Erde sagten die alten Griechen „Gaia“, was so viel wie „Mutter“ bedeutet hat. Jupiter war der römische Göttervater und Saturn der römische Gott des Ackerbaus. Woher Venus und Mars ihre Namen haben, wisst ihr ja schon.

Der letzte Planet, „Neptun“, ist nach dem römischen Gott des Meeres benannt.

Der letzte Planet? Bis vor einigen Jahren hatte unsere Planetenfamilie noch ein weiteres Mitglied - den Pluto. Aber weil der wirklich ganz, ganz weit draußen seine Bahn zieht und seine Bahn sich sehr von den anderen Planetenbahnen unterscheidet und auch, weil er eigentlich zu wenig Masse hat – er ist kleiner als unser Erdenmond – nennt man ihn jetzt „Zwergplanet“.

Habt ihr noch Lust, den letzten großen Eisriesen, den Neptun, zu besuchen? Dann macht euch auf den Weg! In Wirklichkeit ist er viereinhalb Milliarden Kilometer von unserer Erde entfernt, aber ihr könnt ihn mit 1.162 Schritten erreichen. Das ist so weit, wie 2 Mal um das Huckenohl-Stadion zu laufen. Schafft ihr das noch?

Die Daten des Sonnensystems als PDF-Datei

Text: Werner Velte / Grafische Gestaltung: Robert R. Perdok, Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / ESA / Robert R. Perdok

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Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
10%

Alter:
3 Tage

Distanz:
398,320 Km

Zeit:
11:11:55 CEST

Datum:
09-23-2017

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