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Planetenweg Menden - Die Galaxis

Der Planetenweg Menden - Die Galaxis

Nach heutigem Wissen entstand unsere Galaxis kurz nach dem sogenannten „Urknall“ vor 13,7 Milliarden Jahren.

Unter dem Urknall versteht man den Beginn der Entstehung des Universums. Mit dem Urknall sind Materie, Raum und Zeit aus dem „Nichts“ heraus entstanden. Das Universum war am Anfang unendlich klein, dicht und heiß. Es dehnte sich mit unvorstellbarer Geschwindigkeit aus und seine Energiedichte nahm ab.

Es hat eine halbe Million Jahre gedauert, bis die Dichte und Temperatur so weit gesunken waren, dass sich Atome bilden konnten, die sich dann in unzähligen riesigen, rotierenden, scheibenförmigen Gaswolken zusammenballten und dichte „Gasklumpen“ bildeten.

Durch die Rotation und unter dem Druck des eigenen Gewichtes wurden diese Gaswolken immer heißer und dichter. Schließlich stürzten Milliarden von Gaswolken unter ihrem eigenen Gewicht in sich zusammen und bildeten „Gaskugeln“. Im Inneren dieser Kugeln entstanden dabei Temperaturen von vielen Millionen Grad. Wasserstoffatome verschmolzen miteinander und bildeten durch Kernfusion Heliumatome.

Bei dieser atomaren Kernfusion wurde ein kleiner Teil der Materie in Strahlung – Wärme, Licht, Radio- Röntgen- und Gammastrahlung umgewandelt. So wurden die ersten Sterne in unserer Milchstraße „geboren“.

Man schätzt, dass es in unserer Milchstraße 200 Milliarden Sterne gibt, obwohl man mit dem bloßen Auge nur etwa 6.000 Sterne sehen kann.

Einer dieser Sterne ist unsere Sonne! Sie ist 4,6 Milliarden Jahre alt und befindet sich in einem der äußeren Spiral-arme unserer Galaxie, im Orionarm, 28.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt.

Unsere Sonne wird von acht Planeten auf elliptischen Bahnen (eigentlich sind es fast Kreisbahnen) begleitet. Einer dieser Planeten ist der „Blaue Planet“, unsere Erde. Sonne und Planeten zusammen bilden unser Sonnensystem. Alle Planeten bewegen sich in einer scheibenförmigen Ebene um die Sonne. Diese Ebene nennt man Ekliptik.

Aber unsere Galaxis ist nicht alleine im Universum. Es gibt noch über 100 Milliarden andere Galaxien. Und jede von  ihnen hat wiederum 100 bis 200 Milliarden Sterne. Die Zahl der Sterne ist so groß, dass man ganz schwindelig wird, wenn man darüber nachdenkt.

Wir nehmen an, dass es in anderen Galaxien auch ähnliche Sonnensysteme gibt. Ob es dort Planeten gibt, auf denen ebenfalls Leben entstanden ist, wissen wir noch nicht. Aber es ist sehr wahrscheinlich, auch wenn sich „Leben“ dort vielleicht völlig anders zeigen wird, als wir es von unserer Erde her kennen.
 
Unsere Galaxis ist so riesig, dass es auf der Erde keine Möglichkeit gibt, sie anschaulich darzustellen. Sogar das Licht braucht 120.000 Jahre, um von einem Ende zum anderen zu gelangen.

Die Milchstraße dreht sich mit 220 km/s um sich selbst. Trotz dieser unvorstellbaren Geschwindigkeit von fast 800.000 km/h dauert eine Umdrehung der Milchstraße fast 250 Millionen Jahre. Weder die Menschen noch die Saurier – auch nicht Tyrannosaurus Rex – haben je eine ganze Umdrehung unserer Galaxis erlebt.

Auf dem „Planetenweg“, der jetzt vor euch liegt, sind nicht nur die Größe der Sonne und ihrer Planeten, sondern auch die riesigen Entfernungen zwischen ihnen im Maßstab 1:2.000.000.000 (1:2 Milliarden) dargestellt .

Zieht euren Raumanzug an und fliegt los. Wir wünschen euch bei eurer Weltraumreise viel Spaß!

Text: Werner Velte / Grafische Gestaltung: Robert R. Perdok, Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / ESA / Robert R. Perdok

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Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
10%

Alter:
3 Tage

Distanz:
398,323 Km

Zeit:
11:13:16 CEST

Datum:
09-23-2017

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