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Planetenweg Menden - Die Sonne

 

Unsere Sonne entstand vor 4,6 Milliarden Jahren aus einer zusammenstürzenden Wolke aus Gas und interstellarem Staub.

Druck und Dichte erhöhten sich in dieser Wolke. Wegen der zunehmenden Verdichtung stieg die Temperatur auf viele Millionen Grad an und „zündete“ eine Kernfusion, bei der vier Wasserstoffatome zu einem Heliumatom verschmolzen. Bei diesem Prozess entstand so viel Energie, dass die Sonne zu leuchten begann. Diese Kernfusion findet auch heute immer noch statt und wird noch viele Milliarden Jahre andauern.

Unter den 200 Milliarden Sternen in unserer Milchstraße nimmt die Sonne mit ihrem Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern nur eine durchschnittliche und bescheidene Größe ein.

Der Abstand vom heißen Gasball der Sonne zur Erde beträgt 150 Millionen Kilometer. Ein Sonnenstrahl braucht acht Minuten, bis er uns auf der Erde erreicht. Bis zu unserem nächsten Stern, Proxima Centauri, braucht das Licht sogar 4,2 Jahre. Da wären wir vor dem Abendessen auf keinen Fall zurück, weil die Reise dorthin mit der schnellsten Rakete 80.000 Jahre dauern würde.

Wir werden niemals auf unsere Sonne fliegen können, weil ihre Oberfläche mit fast 6.000°C so heiß ist, dass die Raketen und Sonden verdampfen würden, bevor wir landen könnten.

Obwohl die Sonne nur aus Gas besteht, sind ihre Dichte und Masse so groß, dass ihre Anziehungskraft (Gravitation) auch die entferntesten Planeten unseres Sonnensystems auf ihren Bahnen hält.

Im Inneren der Sonne halten sich die Gravitation und der Strahlungsdruck das Gleichgewicht. Solange das so ist, kann die Sonne weder explodieren noch in sich zusammenfallen. Daran wird sich auch bis zur nächsten Fußball-WM nichts ändern. Der Gasvorrat wird nämlich mindestens noch für 5 Milliarden Jahre reichen.

Die Sonne dreht sich in 25 Tagen ein Mal um sich selbst. Weil sie natürlich auch Bestandteil unserer Galaxis ist, dreht sie sich außerdem noch um deren Zentrum. Diese Geschwindigkeit ist aber so groß, dass man dafür erst einmal Platz im Kopf schaffen muss. Es sind unglaubliche 800.000 km in der Stunde. Das ist ungefähr so, als wenn ihr hier vor diesem Schild einmal mit den Augen blinzeln    würdet, und schon in Frankfurt am Flughafen wäret, wenn ihr sie wieder öffnet.

Ohne die Sonne gäbe es keine Planeten, somit keine Erde und erst recht kein Leben. Sie spendet uns Wärme, lässt Pflanzen wachsen und bestimmt unser Klima und unser Wetter.

Zum Glück leben wir genau in der richtigen Entfernung zur Sonne. Wäre unsere Umlaufbahn nur ein wenig weiter von der Sonne entfernt, gäbe es bei uns kein flüssiges Wasser, sondern nur Eis, und die Erde wäre überall zugefroren, so, wie am Nord- und am Südpol. Wäre unsere Umlaufbahn aber nur ein wenig näher an der Sonne, würden alle Wälder und Felder verbrennen, die Ozeane verdampfen und die Erde wäre eine staubtrockene Wüste. Wir haben also mit der Umlaufbahn unserer Erde sehr viel Glück gehabt. Nur das Wetter könnte manchmal ein bisschen besser sein. Besonders in den Ferien!

Ihr könnt jetzt beruhigt weiter auf Planetenjagd gehen. Die Sonne wird noch mindestens 900 Millionen Jahre weiter so scheinen, dass wir prima auf unserer Erde leben können. Und das ist ja nun wirklich eine sehr, sehr lange Zeit.

Währenddessen wird die Sonne ganz langsam größer und heißer werden. Nach 5–6 Milliarden Jahren wird sie dann zum „Roten Riesen“ werden und fast die Hälfte des Firmaments einnehmen. Die Bahnen der Planeten Merkur und Venus werden dann innerhalb der Sonne liegen und die Erde an ihrem äußeren Rand.

Wenn die riesige Sonne dann ihren Gasvorrat verbraucht hat, wird sie sich wieder zusammenziehen und etwa auf die Größe unserer Erde schrumpfen. Übrig bleibt dann nach 10-12 Milliarden Jahren ein „Weißer Zwerg“, der noch 30 Milliarden Jahre weiter glühen und eine so hohe Dichte haben wird – viel, viel dichter als Steine oder Eisen – dass ein Teelöffel Materie mehr als tausend Tonnen wiegt.

Das alles kann man sich nicht so richtig vorstellen, aber unsere Wissenschaftler haben genau das bei anderen Sonnen beobachtet oder mit komplizierten Computerprogrammen berechnet.

Am Ende bleibt eine kalte, unsichtbare, erdgroße, dunkle Kugel zurück, die keine Wärme mehr abgibt, sondern nur noch durch ihre Dichte und Gravitation den „Raum krümmt.“

Aber das ist eine eigene, verrückte Geschichte. Da fragt ihr besser mal euren Physiklehrer.

Eines ist noch ganz wichtig! Schaut nie mit bloßem Auge und schon gar nicht durch ein Fernglas in die Sonne. Ihr könntet sofort blind werden! Wirklich, das ist kein Scherz.

Die Daten des Sonnensystems als PDF-Datei

Text: Werner Velte / Grafische Gestaltung: Robert R. Perdok, Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / ESA / Robert R. Perdok

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Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
11%

Alter:
3 Tage

Distanz:
398,326 Km

Zeit:
11:14:28 CEST

Datum:
09-23-2017

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