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Planetenweg Menden - Die Venus

 

Die Venus ist unser „Abendstern“. Manchmal taucht sie aber auch sehr früh am Morgen auf, dann nennen wir sie den „Morgenstern“. Sie ist meist der erste und hellste „Stern“, den wir am Himmel sehen können, obwohl sie ja eigentlich kein Stern ist, sondern ein Planet.

„Stern“ ist nur ein anderes Wort für „Sonne“. Sonnen leuchten aus sich selbst heraus wie eure Taschenlampe. Und da die Venus nicht aus sich selbst heraus leuchten kann, sondern nur von unserer Sonne angestrahlt wird und die Lichtstrahlen zu uns auf die Erde reflektiert, ist sie natürlich auch kein Stern oder keine Sonne, sondern eben ein Planet. Ihren Namen hat sie von der römischen Göttin der Liebe.

Alle Himmelskörper, die kein eigenes Licht aussenden, nennt man – je nach Größe – Planeten, Monde, Asteroiden oder Kometen.

Die Venus ist fast genau so groß und so schwer wie unsere Erde, aber wir könnten trotzdem nicht auf ihr leben, weil ihre Umlaufbahn zu dicht an der Sonne vorbei führt und ihre Oberfläche mit 460° C viel zu heiß für uns ist. 460° C, das ist doppelt so heiß wie euer Backofen zu Hause und sogar noch viel heißer als ein Pizza-Ofen.

Außerdem könnten wir nicht atmen, weil ihre Atmosphäre fast nur aus Kohlendioxid und kilometerdicken Wolken aus Schwefelsäuredampf besteht. Diese Wolken sind so dicht, dass ein Druck von 90 bar auf der Oberfläche herrscht. Ohne Panzeranzug würde man auf der Stelle erdrückt. Das wäre so, als würdet ihr einen Kilometer tief im Ozean schwimmen.

Diese dichten Wolken haben auch dafür gesorgt, dass es auf der Venus nicht so viele Krater gibt wie auf dem Merkur. Die Kometen und Asteroiden sind in dieser dicken Wolken-Suppe einfach auseinandergebrochen und verglüht, bevor sie auf die Oberfläche fallen und Krater bilden konnten.

Die Venus ist viele Millionen Kilometer von unserer Erde entfernt. Mit einem Raumschiff wären wir vier lange Monate unterwegs. Sie dreht sich nur sehr langsam um sich selbst. Für eine Umdrehung braucht sie 243 Erdentage und für ihren Umlauf um die Sonne benötigt sie 225 Erdentage. Da ein Venustag daher fast genau so lang ist wie ein Venusjahr, hättet ihr dort jeden Tag Geburtstag und würdet jeden Tag ein Jahr älter! Das wäre doch wirklich eine verrückte Welt!

Die Venus ist der einzige Planet in unserem Sonnensystem, der sich „falsch“ herum - also im Uhrzeigersinn - dreht. Alle anderen Planeten, so auch die Erde, drehen sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Man vermutet, dass die Venus vor Milliarden von Jahren von einem großen Himmelskörper getroffen wurde und durch diesen Zusammenprall (Kollision) ihre Rotationsrichtung ändern musste.

Die Oberfläche der Venus wird durch sanfte Hügel und flache Täler gebildet. Sie besteht aus Lava und Basalt und ist so trocken wie eine Wüste. Aber wahrscheinlich hat es auf der Venus früher trotzdem einmal Wasser gegeben. Warum sich das irgendwann geändert hat, versuchen Wissenschaftler gerade herausfinden.

Wann die Venus von der Erde aus am besten zu sehen ist, könnt ihr leicht im Internet unter „09 Venus-Sichtbarkeit 2013“ herausfinden. Dort könnt ihr euch auch ein cooles Video über die Venus ansehen. Oder noch besser: Versucht doch einmal mit euren Eltern diesen tollen Planeten am Himmel zu entdecken.

Die Daten des Sonnensystems als PDF-Datei

Text: Werner Velte / Grafische Gestaltung: Robert R. Perdok, Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / ESA / Robert R. Perdok

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