Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Himmelsvorschau

Beobachtungshinweise November 2016.

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

 

Der Fixsternhimmel im November In diesem Monat wächst die Länge der Nacht im astronomischen Sinne auf 12 Stunden, sie beginnt gegen 18:00 Uhr und endet am Morgen gegen 6:00 Uhr. Die Sternbilder im Süden unterstreichen den herbstlichen Charakter der Natur, obwohl im Osten die ersten Wintersternbilder mit Aldebaran im "Stier", Kapella im "Fuhrmann", Beteigeuze und Rigel im "Orion", Kastor und Pollux in den "Zwillingen" auf sich aufmerksam machen. Im Norden direkt über dem Haarstrang stellt sich der „Große Wagen“ besonders prachtvoll dar. Seine horizontnahe Stellung unterstreicht die Größe des Sternbildes in besonderer Weise. Direkt über unseren Köpfen finden wir "Kassiopeia", "Perseus", "Dreieck", "Widder", "Andromeda" und "Pegasus". Unterhalb der Kassiopeia geht gerade Andromeda durch den Meridian. Bei guten Sichtbedingungen kann man den berühmten Andromedanebel (M31), unsere Nachbargalaxie, schon mit bloßen Augen als kleine Nebelfleckchen erkennen. Unsere Nachbargalaxie steht für den Beobachter momentan recht günstig, nämlich nahe dem Zenit. M31 hat sehr große Ähnlichkeit mit unserem eigenen Milchstraßensystem. Der Andromedanebel ist ca. 2,3 Mill. Lichtjahre von uns entfernt und sein Durchmesser beträgt
ca. 150 000 Lichtjahre. Über dem Südhorizont sind die "Fische", "Walfisch" und der "Wassermann" zu finden, da diese Sternbilder eher unscheinbar sind, kann ein Fernglas gute Dienste beim Beobachten leisten. In der Zeit von 20:00 Uhr (Monatsanfang) bis 18:00 Uhr (Monatsende) finden wir direkt im Süden Formalhaut, den Hauptstern des "Südlichen Fisches". Formalhaut, arab. “Maul des Fisches“, liegt unterhalb des "Wassermanns" und schaut knapp über dem Horizont hervor. Er ist ca. 23 Lj. von der Erde entfernt und leuchtet ca. 14mal heller als unsere Sonne. Bereits weit in den westlichen Quadranten ist das Sommerdreieck gewandert. Auf einer Linie zwischen Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“ liegt das unscheinbare Sternbild „Füchschen“. Und dort wiederum ist ein planetarischer Nebel zu finden, den die Sternfreunde im September mit einer astronomischen Digitalkamera aufgenommen haben. M27, auch Hantelnebel genannt, war der erste  überhaupt entdeckte Planetarische Nebel. Am 12. Juli 1764 wurde dieses Objekt von Charles Messier entdeckt. Es ist 1200-1250 Lichtjahre entfernt und gerade noch mit einem Fernglas als schwacher Nebel zu sehen. Er ist das Resultat eines alten sterbenden Sterns (Zentralstern), der seine Hülle ins All geschleudert hat und diese durch intensive Strahlung zum Leuchten bringt.
Der Zentralstern ist ein heißer weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von ca. 85.000 ?C. Er hat eine Helligkeit von 13.8 mag. Das heißt, dass ein Stern, den man in einer sehr klaren Nacht bei besten Umweltbedingungen gerade noch mit dem Auge sehen kann, 1000mal so hell ist.
Als astronomischer Leckerbissen stehen zwischen dem 14. Nov. bis 21. Nov. die Leoniden (Sternschnuppenstrom) auf dem Beobachtungsprogramm. Die Experten erwarten in der Nacht vom 17. auf den 18. Nov. gegen 4:00 Uhr ein Maximum an Sternschnuppen. Aber auch in der übrigen Zeit sollte sich der Blick zum Himmel lohnen, denn es ist mit einer deutlichen Zunahme an Sternschnuppen zu rechnen.

Astronomisches im Monat November

Die Bahn der Sonne
Am letzten Tag des Oktobers war die Sonne in das Sternbild „Waage“ hinein gewandert. Hier verweilt sie bis zum 23. Nov., um danach ihre Reise entlang der Ekliptik im „Skorpion“  fortzusetzen. Im November sinkt die Sonne weiter unter den Himmelsäquator und damit verkürzt sich die Tageslänge auf  ca. 8 1/2 Std. Für die Astronomen ist es nun fast 12 Stunden dunkel, so dass sie bereits zwischen 18 und 19 Uhr mit ihren Himmelsbeobachtungen beginnen können.
 

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.11.2016 07:10 Uhr 12:05 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
10.11.2016 07:25 Uhr 12:05 Uhr 16:45 Uhr 17:55 Uhr
20.11.2016 07:40 Uhr 12:05 Uhr 16:30 Uhr 17:45 Uhr
30.11.2016 07:55 Uhr 12:10 Uhr 16:20 Uhr 17:40 Uhr









Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 9 Std. und 45 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 1 Std. und 20 Min. auf 8 Std. 25 Min. ab. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 25,4° auf ca. 18,3° am 30. November.

Der Lauf des Mondes
Am 2. Nov. gegen 18 Uhr kann die schmale Sichel des zunehmenden Mondes oberhalb von Saturn und Venus im Sternbild „Schlangenträger“ horizontnah aufgespürt werden. Das Erste Viertel erreicht unser Erdtrabant im „Steinbock“. Kurz nach Vollmond steht unser Begleiter im „Stier“ und steuert auf Aldebaran zu. Einen Tag später zeigt er sich gegen 21 Uhr links von Aldebaran. Am 17. Nov. zeigt sich der abnehmende Mond in den „Zwillingen“. Zwei Tage später ist er im „Krebs“ angekommen und steht unterhalb des offenen Sternenhaufens „Krippe“. In der Nacht von 21. Nov. gegen 3 Uhr finden wir den abnehmenden Mond im Stier“, er steuert auf Regulus zu. Das Letzte Viertel erreicht unser Begleiter im „Löwen“. Am 25. Nov. um 6 Uhr morgens kommt es zu einer Begegnung mit dem Riesenplaneten Jupiter. Die Neumondstellung wird am 29. Nov. in der „Waage“ erreicht.

Mondphasen  
07.11.2016 Erstes Viertel
14.11.2016 Vollmond
21.11.2016 Letztes Viertel
28.11.2016 Neumond

 

Die Planeten

Merkurhat seine obere Konjunktion mit der Sonne gerade hinter sich. Er entfernt sich rechtläufig allmählich von der Sonne, die ihm folgt. Bis Monatsende wächst sein östlicher Winkelabstand auf 18° an. Wegen der flach zum Westhorizont verlaufenden abendlichen Ekliptik reicht dies nicht, um Merkur in der Abenddämmerung zu erkennen. Am 30. Nov. geht der -0,56 mag helle Merkur um 17:10 Uhr unter, der Sonnenuntergang erfolgt an diesem Tag um 16:20 Uhr. Bevor es dunkel genug ist, um Merkur zu sichten, ist er bereits in den horizontnahen Dunstschichten verschwunden. Merkur bleibt im November unsichtbar.

Venus ist am frühen Abendhimmel vertreten. Sie verläßt den „Schlangenträger“ und wechselt am 9. Nov. in das Sternbild „Schütze“, wobei sie den Winterpunkt am 12. Nov. in südlichem Abstand passiert. Die Sichel des zunehmenden Mondes sieht man am frühen Abend des 2. Nov. nahe Venus und Saturn. Ihre Untergänge verlagert Venus von 18:30 Uhr  am 1. Nov. auf 18:45 am 15. Nov. und auf 19:15 Uhr am Monatsletzten. Die Venushelligkeit nimmt leicht zu und erreicht bis 30. Nov. -4.2 mag. Am 11. Nov. sind 75 % des Venusscheibchens von der Sonne beleuchtet.


Mars hält sich nach wie vor am Abendhimmel auf. Die nun immer früher einsetzende Abenddämmerung und seine Wanderung am aufsteigenden Ast der Ekliptik verlängert die Sichtbarkeitszeit. Auch eilt er der Sonne im Tierkreis davon, weshalb seine östlichen Elongationen nur langsam abnehmen. Am 8. Nov. wechselt der rote Planet aus dem „Schützen“ in den „Steinbock“. Die Marsuntergänge bleiben fast konstant. Am 1. Nov. geht der rote Planet um 21:25 Uhr unter und am 30. um 21:30 Uhr. Im Laufe des Novembers sinkt die Marshelligkeit auf 0.6 mag ab. Am 28. beginnt auf der Nordhalbkugel des Mars der Winter.  Der zunehmende Halbmond begegnet Mars am 6. Nov. mittags, wobei er nördlich an Mars vorbeizieht. Wenn Mars am Abend sichtbar wird, hat sich der Abstand Mond - Mars kaum verändert.

Jupiter kann am Morgenhimmel gesehen werden. Seine Aufgänge erfolgen nun immer früher. Geht der Riesenplanet am 1. Nov. noch um 4:35 Uhr auf, so erfolgt sein Aufgang am 15. Nov. um 3:55 Uhr. Am 30. Nov. geht der -1.8 mag helle Jupiter schon um 3:10 Uhr auf. Jupiter wandert rechtsläufig durch die „Jungfrau“, wobei er auf den Hauptstern Spica zusteuert. Am 25. Nov. erhält der Riesenplanet Besuch vom Mond. Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes sieht man gegen 4 Uhr morgen nördlich von Jupiter.

Saturn   im „Schlangenträger“ nähert sich seiner Konjunktion mit der Sonne, die er im ersten Dezemberdrittel erreicht. Der 0.5 mag helle Ringplanet zieht sich vom Abendhimmel zurück und wird unbeobachtbar. Allenfalls zu Monatsbeginn kann Saturn noch tief am Südwesthimmel in der Abenddämmerung erspäht werden.  Am 1. Nov. geht Saturn um 18:40 Uhr unter. Ab etwa 17:30 Uhr kann man ihn zu Ende der Dämmerung noch erspähen. Bald nach 18 Uhr verschlucken ihn die horizontnahen Dunstschichten. Am 10. Nov. erfolgt der Saturnuntergang bereits um 18:10 Uhr. Die Sichtbarkeit des Ringplaneten schrumpft auf eine Viertelstunde. Nach dem 10. Nov.  bleibt Saturn verborgen und ist vom Beobachtungsprogramm zu streichen. Verfolgen kann man hingegen noch die Passage der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes am 2. Nov. gegen 18 Uhr, die neben Saturn und Venus knapp über dem Südwesthorizont steht.

M27, auch Hantelnebel genannt, ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild Füchschen (lat. Vulpecula).
Er war der erste  überhaupt entdeckte Planetarische Nebel überhaupt. Am 12. Juli 1764 wurde dieses Objekt von Charles Messier entdeckt. Es ist 1200-1250 Lichtjahre entfernt und gerade noch mit einem Fernglas als schwacher Nebel zu sehen.
Er ist das Resultat eines alten sterbenden Sterns (Zentralstern), der seine Hülle ins All geschleudert hat und diese durch intensive Strahlung zum Leuchten bringt.
Der Zentralstern ist ein heißer weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von ca. 85000 Kelvin. Er hat eine Helligkeit von 13,8m. Das heißt das ein Stern den man in einer sehr klaren Nacht, bei besten Umweltbedingungen gerade noch mit dem Auge sehen kann 1000mal so hell ist.

 

M027 2005-09.jpg

Aufgenommen mit einer MX916 von Starlight an der Sternwarte Menden am 21.09.2005. Belichtet wurde Luminanz 2x2400s und RGB mit je 2400s.

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
83%

Alter:
11 Tage

Distanz:
381,089 Km

Zeit:
13:05:50 CEST

Datum:
05-25-2018

by psdn.net
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