Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise November 2018

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

 

Der Fixsternhimmel im November In diesem Monat wächst die Länge der Nacht im astronomischen Sinne auf 12 Stunden, sie beginnt gegen 18:00 Uhr und endet am Morgen gegen 6:00 Uhr. Die Sternbilder im Süden unterstreichen den herbstlichen Charakter der Natur, obwohl im Osten die ersten Wintersternbilder mit Aldebaran im "Stier", Kapella im "Fuhrmann", Beteigeuze und Rigel im "Orion", Kastor und Pollux in den "Zwillingen" auf sich aufmerksam machen. Im Norden, direkt über dem Haarstrang stellt sich der „Große Wagen“ besonders prachtvoll dar. Seine horizontnahe Stellung unterstreicht die Größe des Sternbildes in besonderer Weise. Direkt über unseren Köpfen finden wir "Cassiopeia", "Perseus", "Dreieck", "Widder", "Andromeda" und "Pegasus". Unterhalb der Cassiopeia geht gerade Andromeda durch den Meridian. Bei guten Sichtbedingungen kann man den berühmten Andromedanebel (M31), unsere Nachbargalaxie, schon mit bloßen Augen als kleine Nebelfleckchen erkennen. Unsere Nachbargalaxie steht für den Beobachter momentan recht günstig, nämlich nahe dem Zenit. M31 hat sehr große Ähnlichkeit mit unserem eigenen Milchstraßensystem. Der Andromedanebel ist ca. 2,3 Mill. Lichtjahre von uns entfernt und sein Durchmesser beträgt ca. 150 000 Lichtjahre, unsere Sonne ist ca. 8 min und 20 sec von der Erde entfernt. Über dem Südhorizont sind die "Fische", "Walfisch" und der "Wassermann" zu finden; da diese Sternbilder eher unscheinbar sind, kann ein Fernglas gute Dienste beim Beobachten leisten. In der Zeit von 20:00 Uhr (Monatsanfang) bis 18:00 Uhr (Monatsende) finden wir direkt im Süden Formalhaut, den Hauptstern des "Südlichen Fisches". Formalhaut, arab. “Maul des Fisches“, liegt unterhalb des "Wassermanns" und schaut knapp über dem Horizont hervor. Er ist ca. 23 Lj. von der Erde entfernt und leuchtet ca. 14mal heller als unsere Sonne. Bereits weit in den westlichen Quadranten ist das Sommerdreieck gewandert. Auf einer Linie zwischen Deneb im „Schwan“ und Atair im Adler liegt das unscheinbare Sternbild „Füchschen“. Und dort wiederum ist ein planetarischer Nebel zu finden: M27, auch Hantelnebel genannt, war der erste  überhaupt entdeckte Planetarische Nebel. Am 12. Juli 1764 wurde dieses Objekt von Charles Messier entdeckt. Es ist 1200-1250 Lichtjahre entfernt und gerade noch mit einem Fernglas als schwacher Nebel zu sehen. Er ist das Resultat eines alten sterbenden Sterns (Zentralstern), der seine Hülle ins All geschleudert hat und diese durch intensive Strahlung zum Leuchten bringt.
Der Zentralstern ist ein heißer weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von ca. 85000 ?C. Er hat eine Helligkeit von 13,8m. Das heißt, dass ein Stern, den man in einer sehr klaren Nacht bei besten Umweltbedingungen gerade noch mit dem Auge sehen kann, 1000mal so hell ist.
Sternschnuppen: Der November ist der Monat der Leoniden. Sie sind ab dem 13. Nov.  aktiv und zeigen sich in Richtung des Sternbilds „Löwe“, daher auch der Name dieses Sternschnuppenstroms. Die Leoniden bestehen aus Material des Kometen 55P/Tempel-Tuttle, der etwa alle 33 Jahre in die Nähe der Sonne kommt und in diesen Zeiten für eine erhöhte Sternschnuppendichte sorgt. In diesem Jahr dürfte die Ausbeute wieder eher gering sein, allerdings haben die Leoniden die Astronomen immer wieder überrascht. Das Maximum wird für die Nacht vom 17. auf den 18. Nov. erwartet. Mehr als vielleicht ein Dutzend Sternschnuppen pro Stunde dürfte es allerdings kaum geben. In den nachfolgenden Tagen lässt die Aktivität der Leoniden schnell nach.

Astronomisches im Monat November

Die Bahn der Sonne
Am letzten Tag des Oktobers war die Sonne in das Sternbild „Waage“ hinein gewandert. Hier verweilt sie bis zum 23. Nov., um danach ihre Reise entlang der Ekliptik im „Skorpion“  fortzusetzen. Im November sinkt die Sonne weiter unter den Himmelsäquator und damit verkürzt sich die Tageslänge auf  ca. 8 1/2 Std. Für die Astronomen ist es nun fast 12 Stunden dunkel, so dass sie bereits zwischen 18 und 19 Uhr mit ihren Himmelsbeobachtungen beginnen können.
 

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.11.2018 07:10 Uhr 12:05 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
10.11.2018 07:25 Uhr 12:05 Uhr 16:45 Uhr 17:55 Uhr
20.11.2018 07:40 Uhr 12:05 Uhr 16:30 Uhr 17:45 Uhr
30.11.2018 07:55 Uhr 12:10 Uhr 16:20 Uhr 17:40 Uhr









Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 9 Std. und 45 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 1 Std. und 20 Min. auf 8 Std. 25 Min. ab. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 25,4° auf ca. 18,3° am 30. November.

Der Lauf des Mondes
Am 1. Nov. kann man den abnehmenden Mond vor dem Sonnenaufgang im Sternbild „Krebs“ beobachten. Am 2. Nov. passiert die Mondsichel Regulus im „Löwen“. Zwei Tage später ist die schmale Mondsichel kurz vor Sonnenaufgang in der „ Jungfrau“ zu sehen. Am 9. Nov. kann man gegen 17:30 Uhr die schmale Sichel des jungen Mondes am Südwesthorizont mit einem Fernglas aufgespürt werden.
Am 11. Nov. zieht der Mond in das Sternbild „Schütze“. Hier passiert die Mondsichel um 17:20 den 0,6mag hellen Saturn. Am 13. Nov. zieht der Mond in das Sternbild „Steinbock“, hier durchläuft er  einen Tag später den erdfernsten Punkt seiner Bahn. Am 15. Nov. ist in diesem Sternbild Halbmond. Drei Tage weiter wandert unser Begleiter durch die „Fische“. Ab dem 22. Nov. zieht der Mond in das  Sternbild „Stier“ und zwar einen Tag später als Vollmond. Am Abend des 25. Nov. kann man ihn im Sternbild „Zwillinge“ sehen. Am 27. Nov. erreicht der abnehmende Mond das Sternbild „Krebs“ und am Monatsletzten erreicht unser Begleiter das „Letzte Viertel“ (abnehmender Halbmond) im „Löwen“.

Mondphasen  
07.11.2018 Neunond
16.11.2018 Erstes Viertel
23.11.2018 Vollmond
30.11.2018 Leztes Viertel

 

Die Planeten

Merkur  kann im November nicht beobachtet werden.

Venus beginnt im ersten Monatsdrittel mit Morgensternperiode. Ab dem 5. Nov. etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang kann Venus tief im Südosten am Firmament aufgespürt werden. Die schmale Mondsichel, Spica in der „Jungfrau“ und Venus stehen fast senkrecht übereinander. Die Sichtbarkeitsdauer nimmt im Laufe des Monats zu. Am 20. Nov steigt Venus bereits gegen 4:45 Uhr über den Horizont und am 30. Nov. bereits gegen 4:15  Uhr.                                                                                                                          
Mars ist immer noch ein auffälliges Gestirn am abendlichen Firmament. Der rote Planet wandert rechtsläufig durch den Tierkreis und passiert am 5. Nov. Deneb Algedi im „Steinbock“. Sechs Tage später wechselt er in das Sternbild „Wassermann“. Der Marsuntergang erfolgt am 1. Nov. gegen 23:55 Uhr und am 30. Nov. nur 10 min früher. Am 16. Nov. wandert die zunehmende Mondsichel an Mars im „Wassermann“ vorüber.

Jupiter hat sich von Abendhimmel zurückgezogen. Er steht mit der Sonne am Taghimmel.

Saturn  wandert rechtsläufig durch den „Schützen“ und verkürzt seine Abendsichtbarkeit. Gegen Monatsende wird es schwierig, den Ringplaneten ohne Fernglas in der Dunstschicht am Horizont zu entdecken. Der Ringplanet geht am 1. Nov. gegen 20 Uhr, am 10. Nov. gegen 19:30 Uhr und am 20. Nov. bereits 18:55 Uhr unter. Am 11. Nov. wandert die zunehmende Mondsichel oberhalb an Saturn vorbei.

M33, Zu finden ist M33 im Sternbild Dreieck. Die besten Beobachtungszeiten sind in den Herbstmonaten. Ab Anfang Dezember ist sie in den frühen Abendstunden hoch am Himmel im Süden zu finden. M33 gehört wir M31 ( die Andromedagalaxie ) und unsere Milchstraße der Lokalen Gruppe an, welche wiederum zum Virgohaufen gehören.

 

M33LIGHT_300s_800iso_2016 Andrew Davies.jpgM33-Heiko-Bldorn.jpgM33-Wolfgang-Rosteck-Menden.jpgLokale Gruppe.jpgM33 Peter Ritter.jpg


Objekt für das Fernglas:
Einst war der große Andromeda-Nebel (M 31), unsere Nachbarmilchstraße, mit bloßen Augen leicht zu erkennen. Infolge der zunehmenden Luftverschmutzung und rapide ansteigenden Störungen durch künstliche Beleuchtung sind viele früher freisichtige Himmelsobjekte heute nur noch im Fernglas auszumachen. M 31 zählt zu den prominenten Objekten des Herbsthimmels. Er ist jetzt leicht mit einem Fernglas zu finden, steht er doch zu unserer Standardbeobachtungszeit fast im Zenit. (Ausgehend vom Pegasusquadrat – links oben => 3 Sterne nach links => 3 Sterne nach oben) Man sieht ein matt schimmerndes Lichtfleckchen, hervorgerufen von mehr als 200 Milliarden Sternen in fast drei Millionen Lichtjahren Entfernung. In einem größeren Teleskop zeigt M 31 einen kleinen, runden Kern mit einem spindelförmigen Lichtschleier. Spiralarme, wie sie auf Aufnahmen großer Teleskope zu erkennen sind, wird man jedoch nicht ausmachen können, außer man nimmt eine Digitalkamera auf einem nachgeführten Teleskop zu Hilfe.

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
53%

Alter:
8 Tage

Distanz:
404,560 Km

Zeit:
00:06:28 CET

Datum:
11-16-2018

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