Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

Beobachtungshinweise Juni 2018

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Der Fixsternhimmel im Juni über Menden  Nördlich einer geographischen Breite von 49º (Menden liegt bei 51º21’nördlicher Breite) ist auch um Mitternacht die Abenddämmerung noch nicht beendet, während es südlich von 49ºnördlicher Breite, so in Menden, nur für kurze Zeit richtig dunkel wird, d.h., die Sonne steht mindestens 18º unter dem Horizont. Damit ist der beste Zeitpunkt zum Betrachten des Sommerhimmels in diesem Monat die Zeit um Mitternacht. In den Ferienregionen des Mittelmeers kann der Sternenhimmel sehr viel früher betrachtet werden als in Menden. Abseits der hellen Lichtreklame zeigt sich dem Betrachter ein wunderschöner Abendhimmel.
Die Milchstraße steigt dann direkt im Süden am  Himmel empor. Beginnend im „Schützen“ verläuft das Band der Milchstraße über „Adler“, „Schwan“ und „Cassiopeia“ zum nördlichen Horizont. Rechts von der Milchstraße in Zenitnähe finden wir die „Leier“, die mit ihrem markanten Hauptstern, der bläulichweißen Wega, nicht zu übersehen ist. Wega ist ca. 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Westen, aber immer noch steil über unseren Köpfen, finden wir den „Großen Wagen“, obwohl er zirkumpolar ist, bereitet er sich auf seinen Untergang in den nördlichen Dunstschichten vor.  In der Verlängerung der Deichsel  stoßen wir auf das Sternbild „Bootes“ oder „Bärenhüter“. Der Hauptstern Arktur ist deutlich als orangeroter Lichtpunkt zu erkennen. Am Horizont direkt im Süden finden wir den rötlich leuchtenden Antares im „Skorpion“. Die Scheren des Skorpions zeigen auf das Sternbild „Waage“, das sich etwas weiter westlich befindet. Oberhalb des „Skorpions“ finden wir die Sternbilder der „Schlange“ und des „Schlangenträgers“. Die beiden Sternbilder sind nur schlecht zu erkennen, weil sie erstens ineinander verlaufen und zweitens nur von schwachen und wenig markanten Sternen gebildet werden. In der griechischen Mythologie handelt es sich hier um die Schlange des Äskulaps, der wiederum mit dem Schlangenträger identisch ist. Die Schlange soll Äskulap ein heilendes Kraut gebracht haben.

Im Osten kündigt sich die heiße Jahreszeit mit dem Sommerdreieck, das jetzt voll aufgegangen ist, an. Es setzt sich aus den drei Sternen Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“ zusammen.

Tief im Süden, knapp über der Horizontlinie, leuchtet dunkelrot Antares im „Skorpion“. Wer in dunkler klarer Nacht zum Himmel schaut, der kann jetzt den sommerlichen Teil der Milchstraße sehen, der sich vom Nordpunkt bis zum Südpunkt des Horizontes erstreckt.

Die scheinbare Bahn der Sonne:
Der im Juni zurückgelegte Bahnabschnitt der Sonne beginnt oberhalb von Aldebaran im „Stier“. In diesem Sternbild erreicht unser Zentralgestirn auch am 21. Juni um 0:35 Uhr seinen nördlichsten Bahnpunkt. Damit beginnt auf der Nordhalbkugel der astronomische Sommer.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.06.2018 05:15 Uhr 13:20 Uhr 21:20 Uhr 23:05 Uhr
10.06.2018 05:10 Uhr 13:20 Uhr 21:30 Uhr 23:15 Uhr
20.06.2018 05:10 Uhr 13:20 Uhr 21:30 Uhr 23:25 Uhr
31.06.2018 05:15 Uhr 13:25 Uhr 21:30 Uhr 23:20 Uhr







Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 16 Std. und 5 Min, sie wächst bis zum 21. auf 16 Std. und 25 Min an, um dann bis zum Ende des Monats auf 16 Std. und 15 Min wieder abzunehmen. Im Juni nimmt die Mittagshöhe der Sonne kaum zu, sie steigt lediglich von ca. 62,1° auf ca. 63,4° bis zum 21. Juni. Am Ende des Monats beträgt die Höhe zur Mittagszeit 63,2.

Der Lauf des Mondes Am Monatsersten gegen 5 Uhr wandert der noch fast volle Mond im Süden am Ringplaneten vorüber. Einen Tag später steht er zwischen Mars und Saturn. Am 4. Juni bilden Mondsichel, Mars und Saturn eine Kette, ca. 15 Grad über dem Horizont am südlichen Firmament. Am 6. Juni zur Halbmondstellung haben Teleskop-Besitzer die Chance, unseren Trabanten und vier Planeten ( Neptun, Mars, Pluto und Saturn) am südlichen (SO bis SW) Himmel aufzuspüren. Am 10. Juni zeigt sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes in den „Fischen“ am östlichen Morgenhimmel. 2 Tage nach Neumond können wir unseren Begleiter als schmale Sichel im Nordwesten in den Zwillingen nach 23 Uhr aufspüren. Sein Erstes Viertel erreicht unser Begleiter in der „Jungfrau“ am Südwestfirmament. Am 23. Juni steht unser Mond oberhalb von Jupiter im Sternbild „Waage“.  Zur Vollmondstellung steht er sehr nah bei Saturn im Sternbild „Schützen“, diese Konstellation ist allerdings nur in der zweiten Nachthälfte zu sehen.

Mondphasen  
06.06.2018 Letztes Viertel, 20:30 Uhr
13.06.2018 Neumond, 21:45 Uhr
20.06.2018 Erstes Viertel, 12:50 Uhr
28.06.2018 Vollmond, 06:55 Uhr

Die ersten fünf Planeten

Merkur  Merkur wird auch im Juni von der Sonne überstrahlt und bleibt daher unsichtbar.


Venus   strahlt als auffälliges Gestirn am westlichen Abendhimmel (Blickrichtung Dortmund). Schon kurz nach Sonnenuntergang ist sie in der hellen Abenddämmerung zu erkennen. Die Untergänge der Venus erfolgen am 1. Juni um ca. 0:05 Uhr, am 15. Juni um ca. 24:00 Uhr und am 30. Juni um ca. 23:40 Uhr. Am 16. Juni bekommt Venus von der zunehmenden Mondsichel Besuch.

Mars strebt seiner Opposition entgegen, die er aber erst nächsten Monat erreicht. Diese günstige Stellung bedeutet bereits eine deutliche Helligkeitssteigerung im Verlauf des Junis und zwar von Anfangs -1.2 mag auf -2.1 mag und damit ist Mars fast so hell wie der Riesenplanet Jupiter. Mars wird im Juni zum Planeten der ganzen Nacht. Seine Aufgänge verlagert er von 1:05 Uhr Monatsanfang auf 23:30 Uhr am Monatsende.

Jupiter wandert rückläufig durch die „Waage“.  Wenn es spätabends dunkel wird, erkennt man Jupiter als auffälliges Objekt am Südostfirmament. Am 23. Juni wandert die zunehmende Mondsichel oberhalb an Jupiter vorbei.

Saturn  steht am 27. Juni  im „Schützen“ in Opposition zur Sonne. Somit kann er die ganze Nacht über beobachtet werden. Am 1. Juni geht der Ringplanet gegen 23:05 Uhr auf, am 15. Juni um ca. 22:05 Uhr  und am Monatsletzten 21:15 Uhr. Zur Opposition erreicht Saturn mit 1.353 Millionen Kilometer seinen geringsten Abstand zur Erde.
                            

*) In der Astronomie wird die Phase, während der ein nicht selbst leuchtendes Gestirn – also meist ein Planet oder Mond im Gegensatz zu einem Stern – von einem Betrachter als zur Hälfte beleuchtet gesehen wird, als Dichotomie bezeichnet. In der visuellen Astronomie bedeutet Dichotomie daher auch „Halbphase“: Ein Planet oder Mond ist genau von der Seite beleuchtet, sodass er als Halbkreisfläche erscheint. Bekanntestes Beispiel ist die Phase des Halbmondes. Von der Erde aus können Halbphasen außer beim Mond nur bei den Planeten Merkur und Venus beobachtet werden.

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
66%

Alter:
9 Tage

Distanz:
398,686 Km

Zeit:
01:21:54 CEST

Datum:
08-20-2018

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