Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise Januar 2017

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Astronomisches zum Jahresanfang
Astronomischer Ausblick auf das Jahr 2017
Das Jahr 2017 ist nach dem Gregorianischen Kalender ein Gemeinjahr mit 365 Tagen.
Beginn der Jahreszeiten
Frühling (Tagundnachtgleiche): 20. März 11:29 Uhr
Sommer (Sonnenwende): 21. Juni 5:24 Uhr
Herbst (Tagundnachtgleiche): 22. September 21:02 Uhr
Winter (Sonnenwende): 21. Dezember 17:28 Uhr
Sommerzeit: Die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) geht gegenüber der mitteleuropäischen Zeit um eine Stunde vor. Sie gilt vom 26. März bis 29. Oktober 2017.

Kalender 2017
Am 1. Januar beginnt das japanische Jahr 2677.
Am 14. Januar 2017 beginnt das Jahr 6730 der julianischen Periode.
Am 20. September mit Sonnenuntergang beginnt das jüdische Jahr 5778.
Am 21. September beginnt mit Sonnenuntergang das islamische Jahr 1439.
Am 14. September beginnt das Jahr 7526 in der byzantinischen Ära.


Finsternisse
In diesem Jahr ereignen sich vier Finsternisse.
In der Nacht vom 10. auf den 11. Feb. wandert der Mond durch den Halbschatten der Erde. Diese Halbschattenfinsternis ist prinzipiell von Menden aus beobachtbar.
Die partielle Mondfinsternis am 7. Aug. ist in der Endphase von Menden aus  sichtbar.
Die ringförmige Sonnenfinsternis am 26. Feb. und die totale Sonnenfinsternis am 21. Aug. können in Mitteleuropa nicht verfolgt werden.


Der Fixsternhimmel im Januar über Menden
Die Abenddämmerung endet wenige Minuten vor 18 Uhr und die ersten Lichtstrahlen der Sonne zeigen sich gegen kurz vor 7 Uhr am Horizont: 12 Stunden, solange dauert im Dezember die Dunkelheit. Fehlendes Licht läßt bei den Menschen nur schwer eine ausgelassene und heitere Stimmung aufkommen, aber für alle Hobbyastronomen beginnt eine Zeit, in der sie ihrem Hobby ausgiebig nachgehen können. Die frühen Abendstunden bescheren uns bereits ein herrliches Firmament, als erstes zeigt sich Venus als Abendstern am südwestlichen Horizont. Sie leuchtet so hell, dass sie in der Dämmerung nicht zu übersehen ist.. Ein wenig später zeigen sich die großen Planeten Jupiter und Saturn am östlichen Firmament. Über unseren Köpfen in westlicher Richtung zeigen sich noch für eine kurze Zeit Wega in der „Leier“ und Deneb im „Schwan“ und dann allmählich treten immer mehr Sterne auf der Himmelsbühne auf, bis ganze Sternbilder am Firmament erkennbar sind.
Zunächst ist von den Wintersternbildern nur wenig zu erkennen, nur der „Fuhrmann“ und der „Stier“ sind vollständig über dem Osthorizont zu sehen. Im „Stier“ halten sich zur Zeit die beiden Riesenplaneten Jupiter und Saturn auf. Gegen 20 Uhr haben die „Zwillinge“ und „Orion“ die Horizontlinie vollständig überschritten und gegen 22 Uhr sind alle Wintersternbilder auf der Himmelsbühne zu sehen. Der „Orion“ ist wohl das imposanteste Sternbild, das zur Zeit beobachtet werden kann. Das Sternbild geht auf die griechische Mythologie zurück, dort galt der Orion als großer Jäger, der jedes Tier erlegen konnte. Im Kampf mit dem Skorpion wurde Orion gestochen, daraus entwickelte sich ein immerwährender Streit, der von den Göttern dadurch geschlichtet wurde, dass beide an den Himmel gesetzt wurden, sie aber niemals gleichzeitig zu sehen sind. In anderen Kulturkreisen galt der „Orion“ als Schmetterling. Als Schmetterling stellt sich uns heute sein gleichnamiger Emissionsnebel, Katalogbezeichnung M42, dar. Im Fernglas bzw. im Fernrohr sehen wir diesen Nebel nur milchig weiß, aber eine farbige fotografische Langzeitaufnahme bringt Farben hervor, wie sie nur die Natur erschaffen kann. In südöstlicher Richtung vom „Orion“ befindet sich in Horizontnähe der „Große Hund“ mit seinem Hauptstern Sirius. Sirius ist der hellste Stern, den wir von der Erde aus beobachten können. Seine absolute Leuchtkraft ist ca. 21mal größer als die unserer Sonne und er ist nur ca. 8,7 Lichtjahre (82 x1012 km) von der Erde entfernt. Im Zenit, direkt über unseren Köpfen befindet sich „Perseus“, zum Westen hin schließt sich die Sternenkette der „Andromeda“ und das Pegasus-Quadrat an. Unterhalb der „Andromeda“ befinden sich zwei recht unscheinbare Sternbilder, das „Dreieck“ und darunter das Tierkreissternbild „Widder“.
Gerade jetzt lohnt es sich ein Fernglas immer parat zu haben, denn die früh einsetzende Dunkelheit gibt Gelegenheit immer wieder einen Blick über das Firmament schweifen zu lassen. Auffälligstes Objekt ist Venus, die mit großem Glanz bereits mit Anbruch der Dämmerung am Firmament zu sehen ist.



Einladung
Wir, die „Sternfreunde Menden“, möchten Sie wieder herzlich einladen, auch im Jahr 2017 bei uns zu Gast zu sein und mit uns die Tiefe und Unendlichkeit des Sternenhimmels zu genießen. Sie finden uns in Ostsümmern hinter dem Sportplatz am Hülschenbrauck, dort treffen wir uns jeden Freitag ab 20:00 Uhr.

Die Bahn der Sonne
Zu Beginn des Monats wandert die Sonne durch das Sternbild des „Schützen“, um dann am 19. Jan. die Grenze zum „Steinbock“ zu überqueren.
Der Januar ist in der Regel der kälteste Monat des ganzen Jahres. Um so erstaunlicher ist es, dass am 4. Jan. die Erde den sonnennächsten Punkt (Perihel) ihrer elliptischen Umlaufbahn mit ca. 147,1 Mio. km durchläuft, während sie den entferntesten Punkt (Aphel) ihrer Umlaufbahn Anfang Juli mit 152,1 Mio. km erreicht. Die ca. 5,2 Mio. km Differenz bewirken, dass das von der Sonne ausgehende Licht ca. 17 sec. früher als im Juli auf der Erde auftrifft. Die mittlere Laufzeit des Lichts von der Sonne zur Erde beträgt
ca. 8 min. 20 sec.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.01.2017 08:20 Uhr 12:25 Uhr 16:30 Uhr 17:50 Uhr
10.01.2017 08:15 Uhr 12:30 Uhr 16:40 Uhr 18:00 Uhr
20.01.2017 08:10 Uhr 12:30 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
31.01.2017 07:55 Uhr 12:35 Uhr 17:10 Uhr 18:25 Uhr









Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 8 Std. und 10 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 65 Minuten zu und beträgt dann 9 Std. und 15 Min. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 17,0 auf ca. 22,7 am 31. Januar.

Der Lauf des Mondes
Wenn am 5. Jan. gegen 17 Uhr die Dämmerung einsetzt,  zeigt sich der Mond im Ersten Viertel und Richtung Südwesten Venus als strahlender Abendstern, dazwischen kann der aufmerksame Beobachter den roten Mars ausmachen. Am 10. Jan. kurz vor Vollmond zeigt sich unser Erdtrabant tief im Osten und unterhalb steigt Beteigeuze im Orion über die Horizontlinie. Im Laufe der Nacht bringen sich beide Objekte immer besser in Stellung für eine ausgiebige Betrachtung. 5 Tage später, am 15. Jan. steigt der Mond erst gegen 22 Uhr im „Löwen“ über den Horizont. Am 19. Jan gegen 2 Uhr nachts ist Jupiter unterhalb vom Mond am Südosthorizont auszumachen. Am 23. Jan. gegen 6 Uhr morgens können Frühaufsteher unseren Trabanten im Südosten knapp über den Horizont ausmachen. Etwas weiter westlich zeigt sich Jupiter als hell-leuchtendes Objekt am Firmament. Am Monatsende gegen 18 Uhr kommt es am Südwesthorizont zu einer schönen Konstellation vom Mond, Venus und Mars. Mit einem Feldstecher läßt sich die  Konstellation problemlos betrachten.

Mondphasen  
05.01.2017 Erstes Viertel um ca. 20:45 Uhr
11.01.2017 Vollmond um ca. 12:35 Uhr
19.01.2017 Letztes Vietel um ca. 23:15 Uhr
28.01.2017 Neumond um ca. 01:10 Uhr
   

Die Planeten

Merkur   bietet zu Monatsmitte eine bescheidene Morgensichtbarkeit. Am 10. Jan. geht der 0.1 mag helle Merkur um 6:40 Uhr auf und ca. ½ Std. später kann man ihn in den horizontnahen Dunstschichten erkennen. Gegen 7:30 Uhr verblaßt er bereits wieder im aufgehenden Sonnenlicht. Seine größte westliche Elongation mit der Sonne erreicht Merkur am 19. Jan, wobei seine Helligkeit auf -0.2 mag ansteigt. Nach dem 24. Jan. wird man mit bloßen Augen vergeblich nach Merkur Ausschau halten.

Venus eröffnet das Jahr als Abendstern.  Am 12. Jan. erreicht sie ihren größten östlichen Winkelabstand zur  Sonne. Im Laufe des Monats nimmt ihre Helligkeit leicht von -4.4 mag auf -4.7 mag zu. Zu Monatsbeginn sinkt Venus gegen 20:05 Uhr unter den Horizont, am. 15. Jan. um ca. 21:30 Uhr und am 31. Jan. gegen 21:35 Uhr. Venus wandert durch das Sternbild „Wassermann“  und wechselt am 23. Jan. in die „Fische“.  Sie verfolgt bei ihrem Lauf am Firmament  den rötlich leuchtenden Mars und am Monatsende kommt es zu einer sehenswerten Konstellation mit Mars und der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes.


Mars kann noch am frühen Abendhimmel tief im Westen gesehen werden. Der rote Planet wandert durch den „Wassermann“ und wechselt am 19. Jan. in das Sternbild „Fische“. Mars wird von Venus verfolgt, die ihn aber nicht einholen kann. Am 31. Jan. ergibt sich gegen 21 Uhr ein hübscher Himmelsanblick, wenn sich die Sichel des zunehmenden Mondes zu unseren beiden Nachbarplaneten gesellt. Mars geht am 1. Jan. gegen 21: 45 Uhr unter und am Monatsende gegen 21:50 Uhr. Die Untergangszeiten verspäten sich leicht, da Mars nach Norden strebt und seine Tagbögen für unsere Region größer werden.

Jupiter ist Planet der zweiten Nachthälfte. Der Riesenplanet wandert rechtsläufig durch die „Jungfrau“. Am Hauptstern Spica kann man die Positionsveränderungen von Jupiter gut verfolgen. Jupiter geht am 1. Jan. gegen 1:25 Uhr auf,  am 15. Jan. gegen 0:40 Uhr und am 31. Jan. um ca. 23: 35 Uhr. Am 19. Jan. erhält Jupiter Besuch von der abnehmenden Mondsichel.

Saturn geht am 15. Jan. als 0,5 mag helles Objekt um ca. 6.00 Uhr auf. Etwa eine halbe Stunde später hat er die dichtesten Dunstschichten am Horizont überwunden und wird sichtbar. Kurz nach 7:00 Uhr verblasst er in der zunehmenden Morgendämmerung. Am 31. Jan. steigt Saturn bereits um ca. 5:05 Uhr über die Horizontlinie und wird kurze Zeit gesichtet werden. Im Fernrohr zeigt Saturn einen relativ weit geöffneten Ring.


Legende:
Elongation = Winkelabstand zweier Himmelsobjekte
Konjunktion = scheinbare Begegnung zweier Himmelsobjekte
mag (Magnitude) = scheinbare Helligkeit
AE = astronomische Einheit, ca. 150 Mio. km
Lj = Lichtjahr entspricht  9 460 730 472 580,8 km ˜ 9,5 Billionen km
Zenit = der Punkt am Himmel senkrecht über dem Beobachter
Seeing = Maß der Bildunschärfe durch Luftunruhe

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
76%

Alter:
10 Tage

Distanz:
386,309 Km

Zeit:
02:32:31 CEST

Datum:
06-23-2018

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