Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise April 2017

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Der Fixsternhimmel im April über Menden Die astronomische Nacht nimmt im April weiter ab, sie schrumpft von etwa sieben Stunden auf fünf Stunden am Monatsende. Mit einsetzender Abenddämmerung nehmen die Frühlingssternbilder ihre Position zwischen SO und Süd am Himmel ein. Im Meridian steht der „Löwe“, er ist das Frühlingssternbild schlechthin. Sein Hauptstern Regulus (lat. kleiner König) liegt ziemlich genau auf der Ekliptik (Bahn der Planeten) und ist ein in 85 Lj. entferntes Dreifachsystem. Bereits mit einem Fernglas vermag man den 7m hellen Begleiter in 176“ Abstand auszumachen. Die dritte Komponente ist allerdings nur mit einem Fernrohr aufzuspüren. Der Mythologie nach soll es sich bei dem Sternbild um den Nemeischen Löwen handeln, den Herakles tötete, als er seinen ersten Auftrag für Eurystheus, den König von Mykene und Tiryns, erfüllte. Lassen wir nun unseren Blick in Richtung des Zenits schweifen, so finden wir oberhalb des „Löwen“ den „Kleinen Löwen“, er wird nur von lichtschwachen Sternen ab der 4. Größenordnung gebildet. Dieses Sternbild wurde von dem in Danzig lebenden Astronomen Johannes Hevelius Ende des 17. Jahrhunderts eingeführt, um die Lücken in den aus der Antike überlieferten Sternbildern zu füllen. Im Zenit steht der „Große Wagen“, das wohl bekannteste Sternbild überhaupt am nördlichen Sternenhimmel. Die Verlängerung der Deichsel zeigt genau auf Arktur im „Bootes“. Arktur ist der vierthellste Stern am gesamten Firmament. Er befindet sich in einer Entfernung von ca. 36 Lj. (340 x 1012 km) zur Erde und wer genau hinschaut, sieht, dass er orangefarbig leuchtet. „Bootes“ oder Bärenhüter sieht aus wie ein großer Kinderdrachen. Die Amerikaner sehen in „Bootes“ eine große Eistüte. Weiter ostwärts folgt die „Nördliche Krone“ (Corona Borealis). Es handelt sich dabei um eine halbkreisförmige Sternenkette.  Ein einzelner Stern in diesem Halbkreis fällt auf, weil er deutlich heller ist als die anderen. Er wird Gemma genannt, was so viel wie Edelstein oder Juwel bedeutet. Das Sternbild soll die mit Edelsteinen besetzte Krone darstellen, die Ariadne, die Tochter des kretischen Königs Minos, als Hochzeitsgeschenk bekam.
Anfang des 17. Jahrhunderts ersetzte der in Augsburg lebende Julius Schiller die bisherigen Symbole durch christliche. In seinem 1627 erschienenen „Coelum Stellatum Christianum“ (Christlicher Sternenhimmel) ordnete er Corona Borealis dem Namen „Dornenkrone Christi“ zu.
Sehr unterschiedliche Bedeutung hatte das Sternbild in anderen Kulturkreisen. Die Araber sahen darin die Schüssel eines Bettlers und die Chinesen eine Geldkette. Die Aborigines, für die der Halbkreis aus sieben Sternen nach unten offen erscheint, interpretieren ihn als Bumerang und die Indianer in Brasilien als Gürteltier.
Östlich vom „Löwen“ folgt das Sternbild „Jungfrau“, das wie der „Löwe“ zum Tierkreis, also zu jenen Sternbildern gehört, durch die die Sonne und Planeten ziehen. Der Hauptstern Spica ist leicht zu finden, wenn man dem Bogen der Deichselsterne des „Großen Wagen“ über Arktur weiter zum Horizont folgt. Die „Jungfrau“ ist das zweitgrößte Sternbild am Himmel und das größte der zwölf Tierkreissternbilder.


Die scheinbare Bahn der Sonne:
Die Sonne bewegt sich bis zum 18. April durch das Sternbild „Fische“,  um dann in den „Widder“ hinüberzuwechseln. Den „Widder“ wird sie auch im April nicht mehr verlassen. Auf ihrer Bahn schreitet die Sonne immer weiter in nördliche Regionen voran. Das hat zur Folge, dass sie gegen Mitte des Monats bereits 14 Stunden über dem Horizont steht. Astronomisch richtig dunkel wird es im April nur in der Zeit zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.04.2017 06:55 Uhr 13:20 Uhr 19:50 Uhr 21:20 Uhr
30.04.2017 06:00 Uhr 13:15 Uhr 20:35 Uhr 22:00 Uhr







Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 12 Std. und 55 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats auf 14 Std. und 35 Min zu. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 44,6º auf ca. 54,8º am 30. April.

Der Lauf des Mondes   

Mondphasen  
03.04.2017 Erstes Viertel
11.04.2017 Vollmond
19.04.2017 Letztes Viertel
26.04.2017 Neumond

Die Planeten

Merkur kann zu Monatsbeginn noch am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont (Blickrichtung Dortmund) erspäht werden. Am 1. April kommt er mit 19° Winkelabstand von der Sonne in größte östliche Elongation. Am Monatsersten wird der -0.1 mag helle Merkur gegen
20:15 Uhr in der Abenddämmerung erkennbar und sein Untergang erfolgt gegen 21:45 Uhr. Etwa zwanzig Minuten vorher verblasst er in den dichten Luftschichten in Horizontnähe. Bis 7. April sinkt die Merkurhelligkeit rapide auf nur noch 1.2 mag ab. Die Untergangszeit verändert sich kaum. Am 7. April lautet sie: 21:45 Uhr. Allerdings setzt auch die Dunkelheit eine Viertelstunde später ein. Nach dem 7. April lohnt es nicht mehr, nach Merkur zu suchen. Am 10. April wird Merkur stationär und eilt rasch rückläufig auf die Sonne zu, die ihm entgegenkommt. Am 20. April trifft er mit ihr zusammen, Merkur kommt in untere Konjunktion mit der Sonne. Dabei läuft er nicht als dunkler Punkt über die Sonnenscheibe wie am 9. Mai 2016, sondern passiert die Sonne nördlich. Seine Konjunktionsschleife zieht Merkur im Sternbild „Widder“.

Venus hat ihre untere Konjunktion mit der Sonne gerade hinter sich und hat ihre Morgenstern-periode begonnen. Am 13. April wird sie stationär und wandert anschließend wieder rechtläufig durch das Sternbild „Fische“. Am 3. April zieht sie noch rückläufig nördlich am Frühlingspunkt vorbei, den sie am 28. April abermals passiert, diesmal rechtsläufig.
Am 1. April geht der -4.1 mag helle Morgenstern um 5:55 Uhr auf, am 15. um 5:10 Uhr  und am 30. bereits um 4:35 Uhr. Die Venushelligkeit nimmt deutlich zu. Am 30. April strahlt der Morgenstern mit -4.8 Mag in maximalem Glanz. Im Teleskop zeigt sich zunächst eine extrem schmale und große Sichel, die im Laufe des Aprils kleiner und dicker wird. Der scheinbare Durchmesser des Planetenscheibchens nimmt von 58" auf 38" deutlich erkennbar ab.


Mars kann noch am Abendhimmel aufgesucht werden. Seine Helligkeit geht weiter leicht auf
1.6 mag zurück. Bei Einbruch der Dunkelheit steht er schon knapp über dem Nordwesthorizont als unauffälliges, rötliches Gestirn. Am 12. April verlässt Mars das Sternbild „Widder“ und tritt in den „Stier“ ein. Damit hat er fast die nördlichste Position im Tierkreis erreicht, die er schließlich Ende des nächsten Monats einnehmen wird. Die Untergangszeiten des roten Planeten bleiben im April fast konstant.  Mars geht im April gegen 23 Uhr unter.

Jupiter  wandert rückläufig durch die „ Jungfrau“ und kommt am 7. April in Opposition zur Sonne. Er steht damit der Sonne genau gegenüber. Mit Sonnenuntergang geht der Riesenplanet im Osten auf und verschwindet bei Sonnenaufgang unter dem Westhorizont. Am Tag der Opposition erfolgt der Aufgang des -2.5 mag hellen Jupiter um 19:50 Uhr. In der Nacht vom 7. auf 8. April passiert der Riesenplanet um1:25 Uhr den Meridian und geht schließlich um 7:00 Uhr am Morgen unter.
Zur Opposition trennen uns 666 Millionen Kilometer von Jupiter, eine Distanz, die das Licht in
37 Minuten überbrückt. Bis Monatsende verfrüht sich der Jupiteruntergang am Morgen um rund eineinhalb Stunden. Am 30. April geht der -2.4 mag helle Riesenplanet bereits um 5:30 Uhr unter. Im Fernrohr ist deutlich die ovale Form des Jupiterscheibchens auszumachen sowie seine hellen Streifen und dunklen Wolkenbänder. Durch seine schnelle Rotation ist der Jupiterglobus merklich abgeplattet.
Reizvoll ist es auch, das tägliche Wechselspiel der vier hellen Jupitermonde zu verfolgen, die schon in einem Fernglas zu erkennen sind.

Saturn kommt am 6. April zum Stillstand und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Von da an wandert er rückläufig durch das Sternbild „Schütze“, was allerdings bis Ende des Monats kaum auffällt. Saturn ist Planet der zweiten Nachthälfte. Seine Aufgänge verlagert der Ringplanet in die Zeit vor Mitternacht. Erscheint Saturn am 1. April um 2:25 Uhr und am 15. um 1:30 Uhr an der Horizontlinie, so taucht er dort am 30. bereits um 22:25 Uhr auf. Der abnehmende Mond besucht den Ringplaneten am 16./17. April in der zweiten Nachthälfte.

Kometen: siehe Termine aktuell

 

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
76%

Alter:
10 Tage

Distanz:
386,310 Km

Zeit:
02:32:51 CEST

Datum:
06-23-2018

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