Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise August 2017

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Der Fixsternhimmel im August 2017 über Menden Bis zum Monatsende dauert in Norddeutschland noch die Zeit der „hellen Nächte“. In Süddeutschalnd dagegen hat man schon zur Monatsmitte zwei volle astronomisch dunkle Nachtstunden. Unsere monatliche Sternkarte zeigt, was wir am Himmel in Richtung Süden sehen. Die Sommersternbilder stehen nun alle auf der Himmelsbühne. Sehr hoch über unseren Köpfen, fast im Zenit steht das Sommerdreieck, das von den drei Sternen, Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“, gebildet wird. Diese drei Sterne gehören zu den hellsten Sternen am Himmel überhaupt, und sie werden schon am noch dämmrigen Abendhimmel sichtbar. Die Wega ist ein sehr schönes Objekt für das Fernglas, sie bildet mit dem Sternenpaar e1, e2 Lyrae und ß Lyrae ein deutlich erkennbares gleichseitiges Dreieck. Die arabische Bezeichnung der Wega bedeutet „der herabstürzende Adler“. Sie ist ca. 26 Lj. von uns entfernt, 48mal heller und 4mal größer als unsere Sonne. Die arabische Bezeichnung Denebs bedeutet so viel wie „Schwanz“ (des Schwans). Deneb ist ca. 1825 Lj. entfernt, aber er hat 75000fache Leuchtkraft der Sonne. Atairs arabische Bezeichnung lautet „ der auffliegende Adler“. Er ist ca. 16 Lj. von uns entfernt, sein Durchmesser ist 2mal größer als der der Sonne und seine Leuchtkraft übersteigt die der Sonne um das 9fache. Tief im Süden, deutlich über dem Horizont zeigt sich der rötliche Antares, Hauptstern des „Skorpion“, während sich das Sternbild des „Schütze“ nur undeutlich aus den Dunstschichten des Horizonts heraushebt. Zwischen dem „Schütze“ und dem „Skorpion“ steigt das leuchtende Band der Milchstraße empor, zieht sich durch „Adler“, „Schwan“ und „Kassiopeia“ zum Nordhorizont.
Besonders schön kann man den Sternenhimmel auf den Mittelmeerinseln sehen. Schauen Sie doch einmal bei einem Abendspaziergang in den Himmel und lassen Sie sich einfangen von dem herrlichen Anblick und der unendlichen Tiefe und Weite des Weltraums. Die im Tierkreiszeichen „Skorpion“ und „Schütze“ geboren sind, haben am Mittelmeer die Möglichkeit, ihr Sternbild einmal komplett zu sehen. Besonders schön und leicht zu finden ist der „Skorpion“, der im Juli genau im Süden steht, und in östlicher Richtung schließt sich das Sternbild des „Schütze“ an.

Objekte für Feldstecher und Fernrohr
In lauen Sommernächten lädt die sommerliche Milchstraße den Fernglasbesitzer ein, ihr glitzerndes Lichtband zu durchforsten. Wenn man nicht durch Mondlicht oder irdische Lichter gestört wird. Aber auch bei nicht idealen Sichtverhältnissen wimmelt es im Gesichtsfeld eines Fernglases nur so von Sternen, wenn man es auf das Lichtband der Milchstraße richtet. Im Sternbild Leier kann man mehrere Doppelsterne mit dem Feldstecher beobachten.

An einigen Stellen der Milchstraße scheinen Sterne zu fehlen. Doch es fehlen keine Sterne, sondern es handelt sich um interstellare Staubwolken, die das Licht der dahinterliegenden Sterne verschlucken oder abschwächen. Diese interstellare Absorption bewirkt auch, dass uns der Blick in das Zentrum unserer Milchstraße verwehrt ist. Auch verhindert der zur Milchstraßenhauptebene konzentrierte Staub, dass wir in diesem Bereich aus unserer Milchstraße in die Tiefen des Universums hinausblicken können.

Die Bahn der Sonne:
Ab August nimmt die Sonnenscheindauer ständig ab, und zwar von 15 Std. und 15 Min auf 13 Std. und 30 Min., das heißt, dass wir im Monat August gegenüber Juli fast eine Stunde und 45 Min. Tageshelligkeit verlieren.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.08.2017 05:49 Uhr 13:26 Uhr 21:02 Uhr 22:31 Uhr
10.08.2017 06:02 Uhr 13:25 Uhr 20:47 Uhr 22:11 Uhr
20.08.2017 06:17 Uhr 13:23 Uhr 20:28 Uhr 21:47 Uhr
31.08.2017 06:33 Uhr 13:20 Uhr 20:06 Uhr 21:21 Uhr








Der Lauf des Mondes
Am Monatsanfang den 02.08 finden wir den zunehmenden Mond zwischen Spika und Mars. Zwei Tage später zeigt sich der Erdtrabant nahe dem Saturn. Am 10.08 ist der Mond in Erdnähe und am 19.08 findrn wir ihn bei Aldebaran.

Mondphasen  
01.08.2017 Erstes Viertel
09.08.2017 Vollmond
16.08.2017 Letztes Viertel
24.08.2017 Neumond

Die Planeten im August

Merkur eilt der Sonne voraus und vergrößert allmählich seinen östlichen Winkelvorsprung von ihr. Am 30. Juli erreicht er mit 27°12' Winkelabstand schließlich seine größte östliche Elongation von der Sonne. Die maximale Elongation fällt diesmal so groß aus, weil Merkur nur drei Tage später sein Aphel passiert. Trotz des großen Elongationswinkels kommt es in Deutschland nicht zu einer Abendsichtbarkeit. Am Tag der größten östlichen Elongation geht der 0.3 mag helle Merkur um 21:55 Uhr unter. Bevor die Abenddämmerung soweit fortgeschritten ist, dass man Merkur sehen könnte, ist er längst im Horizontdunst verschwunden.
Venus kann am Morgenhimmel gesehen werden. Sie wandert durch das Sternbild „Stier“ und passiert zur Monatsmitte Aldebaran. Am 31. Juli wechselt sie in das Sternbild „Zwillinge“. Venus hat damit in diesem Jahr ihre nördlichste Position im Tierkreis erreicht. Bevor sie ins Sternbild „Zwillinge“ tritt, wandert sie zwei Tage lang durch den nördlichsten Bezirk des „Orion“. Am Morgenhimmel steht sie dann schon relativ hoch, bevor sie in der Morgenhelle verblasst. Am 20. Juli begegnet die schmale Sichel des abnehmenden Mondes dem Morgenstern. Venus, Mond und Aldebaran bilden eine interessante Konstellation am Morgenhimmel gegen 4 Uhr, dafür sollte man seinen Blick gen Osten richten. Die Aufgangszeiten von Venus verändern sich nur unwesentlich. Zu Monatsbeginn geht Venus um 2:55 Uhr  auf, Ende Juli um 2:45 Uhr. Venus ist nach Sonne und Mond hellstes Gestirn am irdischen Firmament.

Mars wird am 27. Juli von der Sonne im Sternbild „Krebs“ eingeholt und steht in Konjunktion mit ihr. Da er am 30. August seine größte Nordbreite erreicht, zieht die Sonne knapp ein Grad südlich an ihm vorbei. Am Tag der Konjunktion trennen uns 397 Millionen Kilometer  vom roten Planeten. Dies ist die größte Entfernung von der Erde, die Mars in diesem Jahr einnimmt. Mars kann im Juli nicht beobachtet werden.
Jupiter beschleunigt seine wieder rechtläufige Bewegung im Sternbild „Jungfrau“ und nähert sich ein wenig Spica, dem hellsten Stern in der „Jungfrau“. Seine Untergänge verlegt der Riesenplanet in die Zeit weit vor Mitternacht. Am 1. Juli geht Jupiter um 1:20 Uhr unter. Am 15. Juli erfolgt der Jupiterunter-gang um 0:20 Uhr und am Monatsletzten schon um 23:20 Uhr. Sowohl am 1. Juli als auch am 28. Juli wandert der zunehmende Halbmond nördlich an Jupiter vorbei.

Jupiter
  wird zum Planeten desAbendhimmels.

Saturn wandert rückläufig durch den „Schlangenträger“ und hat Mitte des Vormonats in Opposition zur Sonne gestanden. Seine Helligkeit sinkt während des Monats leicht ab. Vom Morgenhimmel zieht sich der Ringplanet völlig zurück. Erfolgt der Saturnuntergang am 1. Juli um ca. 4:25 Uhr und am 15. Juli um 3:25 Uhr, so verschwindet der Ringplanet am 31. bereits um ca. 2:20 Uhr unter dem Südwesthorizont.  In der Nacht vom 6. auf 7. Juli begegnet der fast volle Mond Saturn am Südhorizont.

Besondere Konstellationen
1. Juli ca. 9 Uhr Mond nördlich von Jupiter
3. Juli ca. 21:00 Uhr Die Erde erreicht ihren sonnenfernsten Bahnpunkt, ca. 152,1 Mill. Kilometer.
7. Juli ca. 5:00 Uhr Mond nördlich von Saturn
20. Juli ca. 12 Uhr Mond südlich von Venus
28. Juli ca. 22 Uhr Mond nördlich von Jupiter

 

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
98%

Alter:
13 Tage

Distanz:
400,551 Km

Zeit:
15:57:50 CEST

Datum:
09-23-2018

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