Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

Aktuelle Seite: HomeNewsArchivNeue Sonde "Juno"

Neue Sonde "Juno"

Nasa will ins Innere des Jupiter spähen

Jupiter hatte schon häufiger Besuch, der von der Erde kam. Unter anderem sammelten "Pioneer 10" 1973 und die beiden "Voyager"-Sonden 1979 im Vorbeiflug Daten von dem Planeten. Die deutsch-amerikanische Weltraumsonde "Galileo" flog um den Planeten herum, stürzte 2003 wie geplant in die Jupiter-Atmosphäre und verglühte dort. Das Kamikaze-Manöver sollte eventuell vorhandenes Leben auf dem Jupiter-Mond Europa schützen .

Das macht Jupiter nach Angaben der Nasa-Experten besonders interessant: Seine Struktur könnte wichtige Hinweise auf die Ursprünge des Sonnensystems geben. "Jupiter hat viele Geheimnisse", sagt Forscher Bolton. Die Nasa wolle die "Zutaten" für seine Zusammensetzung erfahren und damit das "Rezept für die Entstehung von Planeten".

Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern nicht nur der größte Planet, er hat auch am meisten Masse, mehr als doppelt so viel wie alle anderen sieben Planeten zusammen. Er ist außerdem der erste Planet, der sich nach der Entstehung der Sonne formte. Das heißt, er verleibte sich den größten verbliebenen Teil an Staub und Gasen im frühen Sonnensystem ein. Mit seiner Anziehungskraft reinigte der große Planet die Region bis zur heutigen Erdbahn von kleineren Himmelskörpern- ähnlich wie ein Staubsauger.

Forscher suchen "Rezept für die Entstehung von Planeten"
Die Sonde soll in eine stark elliptische Umlaufbahn einschwenken, die über die Pole des Planeten führt. Die mit Solarenergie betriebene Sonde soll hauptsächlich den Wassergehalt in der von monströsen Stürmen durchgeschüttelten Jupiter-Atmosphäre erkunden und herausfinden, ob der Planet einen festen Kern hat. Außerdem hat sie die Aufgabe, Jupiters Magnetfeld nahe den Polen zu erforschen, wo Polarlichter wabern . 33 Mal soll "Juno" den Gasriesen umkreisen - und dann kontrolliert abstürzen.
Dass "Juno" dem turbulenten Gasplaneten so nahe kommt, ist nicht ohne Risiko: Jupiters Strahlung ist extrem hoch. In unserem Sonnensystem ist nur die Stahlung der Sonne noch brutaler. Eine Titan-Hülle soll die empfindlichen Instrumente der Sonde deswegen so gut wie möglich schützen. "Wir schicken praktisch einen bewaffneten Panzer zu Jupiter", sagt Scott Bolton. Er ist einer der leitenden Wissenschaftler der Mission.

Washington - Eine neue Sonde soll dem größten Planeten des Sonnensystems auf den Zahn fühlen. Dabei soll "Juno" dem wabernden Gasriesen so nahe kommen wie noch kein fliegendes Observatorium zuvor. Zumindest wenn alles glatt geht, wird das rund 770 Millionen Euro teure Gerät schon bald etwa 5000 Kilometer oberhalb der Jupiter-Wolken seine Bahnen ziehen. Ende der kommenden Woche soll sich "Juno" dorthin auf den Weg machen - und im Jahr 2016 ankommen.

Hat der Jupiter einen festen Kern? Um diese Frage zu beantworten, soll die Nasa-Sonde "Juno" den gigantischen Gasplaneten aus nächster Nähe untersuchen. Ausgestattet ist sie dafür wie ein bewaffneter Panzer, meint die Nasa. Ende kommender Woche ist der Start der Mission geplant.

chs/dpa

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,778621,00.html

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
98%

Alter:
13 Tage

Distanz:
400,523 Km

Zeit:
16:11:14 CEST

Datum:
09-23-2018

by psdn.net
Zum Seitenanfang UA-10744156-1